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Bertelsmann BKK und Ambulanticum schließen Rahmenvereinbarung

Die Bertelsmann BKK ist die dritte Krankenkasse, die mit dem AMBULANTICUM© eine Rahmenvereinbarung zur Kostenübernahme von Versorgungskonzepten für Menschen mit stark eingeschränkter Bewegungs- und Gangfähigkeit im Rahmen einer Erkrankung des ZNS geschlossen hat.

Das AMBULANTICUM© und die Bertelsmann BKK wollen bei der Behandlung von Kindern und Erwachsenen mit motorischen Entwicklungsstörungen oder stark eingeschränkter Bewegungs- und Gangfähigkeit neue Wege gehen. Für das intensive ambulante interdisziplinäre Therapiekonzept werden bewährte Behandlungsverfahren aus der Physio-, Ergo- und Sporttherapie mit modernsten robotik- und gerätegestützten Therapien so zusammengeführt, dass ein zurzeit in Deutschland einmaliges intensives ambulantes Behandlungskonzept entsteht.

RahmenVer BKK_Ambulanticum


Im AMBULANTICUM© findet eine an die individuellen Bedürfnisse und Anforderungen
der Patienten adaptierte Indikationsstellung bezüglich der Behandlung statt. Ziel ist es,
durch individuelle, gezielte Behandlungen und innovative Therapiemaßnahmen eine
nachhaltige Verbesserung der Funktionen zu erreichen und diese für den Alltag der
Patienten nutzbar zu machen. Dabei wird angestrebt, die Mobilität des Patienten zu
verbessern und zu stabilisieren. Der Patient soll in die Lage versetzt werden, ein
größtmögliches Maß an Selbstständigkeit zu erreichen.

Die vereinbarten Therapieprogramme berücksichtigen sowohl medizinische Aspekte
(z.B. die Verminderung von immobilitätsbedingten Komplikationen) als auch
psychologische Effekte (z.B. Angst und Depressivität).

Weitere Informationen

Behandelt werden Erwachsene, die folgende Indikationen nach ICD 10 aufweisen:

G 46. – Zerebrale Gefäßsyndrome bei zerebrovaskulären Krankheiten (exklusive 46.4)
G 80. – Infantile Zerebralparese
G 81. – Hemiparese und Hemiplegie
G 82. – Paraparese und Paraplegie, sowie Tetraparese und Tetraplegie;
(folgende Unterpunkte: G82.01, 82.03, 82.09, 82.11, 82.13, 82.19, 82.21,
82. 23, 82.29, 82.31, 82.33, 82.39, 82.41, 82.43, 82.49, 82.51, 82.53, 82.59)
G 83.1 – Monoparese und Monoplegie einer unteren Extremität – Lähmung eines Beines
G 93.1 Anoxische Hirnschädigungen, anderorts nicht klassifiziert
I60. – bis I66. Zerebrovaskuläre Krankheiten
I69. – Folgen einer Zerebrovaskulären Erkrankung
S 06. – Interkranielle Verletzungen – exklusive S06.0, S06.1, S06.7, S06.8
M 62.3 – Immobilitätssyndrom
M 62.4 – Muskelkontrakturen
M 62.5 – Muskelschwund und –atrophie, anderorts nicht klassifiziert
R 26. – Störungen des Ganges und der Mobilität
R 27. – Sonstige Koordinationsstörungen


Neben der ICD müssen die Patienten noch folgende Kriterien erfüllen:

  1. Der Krankheitsbeginn bzw. das Krankheitsereignis oder der Unfall müssen mindestens ein Jahr zurückliegen.
  2. Der Patient bzw. die Patientin muss der Kategorie 0 oder 1 der Functional Ambulantion Categories zuzuordnen sein.

Behandelt werden können nur Patienten, auf die keines der folgenden Kriterien zutrifft:

  1. Starke neuropsychologische Defizite, wie unter anderem schwergradige Aufmerksamkeitsstörungen, Auffassungsstörungen und Gedächtnisstörungen.
  2. Scherwiegende Sprachstörungen, insbesondere schwere Störung des Sprachverständnisses
  3. Schwere Affektstörungen wie z.B. schwere Depression und Ängste
  4. Offensichtlich geringe Therapiemotivation
  5. Kleinhirnbetroffenheit
  6. Körpergewicht über 135 KG
  7. Frisch implantierte Endoprothesen
  8. Andere medizinische Aspekte, die gegen eine intensive Therapie sprechen (z.B.: akute kardiale Begleitsymptome).


Behandelt werden Kinder zwischen dem 4. und 18. Lebensjahr, die folgende Indikationen nach ICD 10 aufweisen:

G 80 – Infantile Zerebralparese
G 82 – Paraparese und Paraplegie, Tetraparese und Tetraplegie
G 83 – Sonstige Lähmungssyndrome
I 69.3 – Folgen eines Hirninfarktes

Neben der ICD müssen die Patienten noch folgende Kriterien erfüllen:

  1. Die motorischen Fähigkeiten der Kinder müssen den Stufen 3 und 4 des "Gross Motor Function Classification Systems" (GMFCS) entsprechen.

Behandelt werden können nur Kinder, auf die keines der folgenden Kriterien zutrifft:

  1. Starke neuropsychologische Defizite, wie unter anderem schwergradige Aufmerksamkeitsstörungen, schwergradige Auffassungsstörungen und schwergradige Gedächtnisstörungen.
  2. Schwere Fußdeformitäten
  3. Stark ausgeprägtes Streckdefizit im Kniegelenk ( passive ROM >10°)
  4. Postoperativer Status <5 Wochen
  5. Belastungsinstabiler Knochen- und Gelenksstatus
  6. Andere medizinische Aspekte, die gegen eine intensive Therapie sprechen (z.B.: akute kardiale Begleitsymptome).