Querschnittslähmung

Unter einer Querschnittslähmung versteht man die Folgen einer kompletten Durchtrennung oder inkompletten Schädigung des Rückenmarksquerschnitts. Wie sich eine Querschnittslähmung äußert ist davon abhängig, wie viele Nervenbahnen geschädigt sind und in welcher Höhe des Rückenmarks die Verletzung ist.

Jedes Segment des Rückenmarks ist für die Steuerung bestimmter Muskelgruppen und Organfunktionen verantwortlich. Durchtrennungen des Rückenmarks führen zu Ausfällen derjenigen Funktionen, die von den darunterliegenden Bereichen der Wirbelsäule gesteuert werden, da die Verbindung zum Gehirn unterbrochen ist. Eine komplette Querschnittslähmung hat häufig die Abhängigkeit von einem Rollstuhl zur Folge. Doch oft lassen sich auch dann die Fähigkeiten so trainieren, dass eine weitgehende Unabhängigkeit und ein intaktes Sozial-, Berufs- und Privatleben möglich ist.  

Bei inkompletten Querschnittssyndromen sind Teile der Nervenbahnen im Rückenmark noch erhalten und damit häufig eine Restfunktion.  Wissenschaftliche Erkenntnisse weisen darauf hin, dass in einem bestimmten Rahmen auch das Rückenmark eine eigene „spinale“ Intelligenz besitzt und geschädigte von intakten Nervenzellen kompensiert werden können. Die hoch repetitiven  Therapieformen im AMBULANTICUM®,  wie das Lokomat-Gang-Training, weisen  eine hohe Effektivität auf, um das motorische Neuerlernen im Gehirn gespeicherter Bewegungsmuster zu trainieren. Ein zusätzliches Biofeedback-System erhöht die Wirksamkeit zusätzlich und hilft alltagsnahe Bewegungsmuster wieder zu automatisieren.